Kaltenkirchen Heilig Geist

1967. Die endgültige Entscheidung darüber, dass Kaltenkirchen nicht mehr Garnisonsstadt wird, fällt. Im Zusammenhang mit der von diesem Jahr einsetzenden regen Bautätigkeit im Gebiet Flottkamp taucht zum ersten Mal der Gedanke auf, die Kirche in diesem Gebiet zu bauen. Von nun an wird dieses Ziel nicht mehr aus dem Auge verloren: noch im gleichen Jahr erscheint in der "Segeberger Zeitung" ein Artikel mit der Überschrift "Katholiken möchten eigenes Gotteshaus", und in Kaltenkirchen findet in Gegenwart des Bürgervorstehers und des Leiters der bischöflichen Bauabteilung Neumünster eine erste vorbereitende Besprechung statt.

Leider wird der Optimismus der Kaltenkirchener Katholiken noch eine Zeit lang gedämpft. Obwohl der Bauboom sogar einen neuen Ortsteil entstehen läßt, stellt sich doch sehr bald heraus, dass im Gebiet der Diözese Osnabrück dringendere kirchliche Bauvorhaben durchgeführt werden müssen.

Aber die Kaltenkirchener Vertreter im Kirchenvorstand und später im Pfarrgemeinderat lassen sich nicht entmutigen: Im Frühjahr 1968 haben zwei von ihnen in Hamburg eine Unterredung mit Weihbischof Johannes von Rudloff, der ihnen Hilfe verspricht und im Jahre 1969 wenden sie sich direkt an den Bischof von Osnabrück mit dem Schreiben, das eine genaue Darstellung aller Faktoren enthält, die für einen sofortigen Baubeginn sprechen.. Zwar sieht sich der Bischof zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage, die Baugenehmigung zu erteilen, sichert aber zu, den Kirchenvorstand  und damit die Kirchengemeinde besser als bisher über alle, den Kirchenbau betreffenden Einzelheiten, zu informieren.

Da sich die Verhandlungen über den Erwerb eines Grundstückes an der Straße Flottkamp fast zwei Jahre hinziehen, ohne das ein Ende abzusehen ist, fordert der Kirchenvorstand schließlich im Dezember 1971 den Bischof auf, die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, der MBK Kiel, abzubrechen und den Kirchbau auf dem alten Grundstück am Umspannwerk zu genehmigen.